Ob Anfänger oder Fortgeschrittener — ohne passende Finnen funktioniert kein Board, und das gilt umso mehr, je größer die Wellen werden. Die Auswahl ist allerdings unübersichtlich: unzählige Formen, Größen und Systeme. Bevor wir zur Auswahl kommen, klären wir daher zuerst, was Finnen überhaupt tun.
Was sind Surfboard-Finnen?
Wenn du dein Board umdrehst, siehst du am hinteren Ende kleine, aus dem Unterwasserschiff herausragende Elemente — das sind die Finnen. Sie erinnern in der Form an Haiflossen. Ihre Aufgabe: Sie geben dem Board Halt im Wasser und machen es überhaupt erst steuerbar. Ohne sie würde das Brett auf der Wellenfläche seitlich wegrutschen. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Bauweisen: fest laminierte Glass-on-Finnen und Steckfinnen.
Bauarten von Surffinnen
In den Surfcamps in Sri Lanka siehst du beides. Viele greifen zu Glass-on-Finnen, weil sie sich nicht mit dem Wechseln beschäftigen wollen. Was für welche Variante spricht, steht hier.
Glass-on-Finnen
Diese Finnen werden mit Glasfaser fest ans Board laminiert und lassen sich nicht mehr entfernen. Sie sind sehr stabil und geben ein besonders direktes, sauberes Fahrgefühl. Wenn du ein Setup gefunden hast, mit dem du zufrieden bist, und nicht experimentieren möchtest, bist du damit gut bedient.
Steckfinnen
Viele Gäste, die zu The Surfer nach Weligama kommen, haben Glass-on-Finnen im Kopf und übersehen die Steckfinnen zunächst. Sobald sie merken, wie flexibel dieses System ist, ändert sich das meistens.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Wenn dir ein Finnentyp nicht zusagt, tauschst du ihn einfach aus. Bei Glass-on-Finnen geht das nicht. Die Finnen sitzen in Finnenkästen und werden mit einem kleinen Schlüssel fixiert; zum Wechseln löst du die Schraube, ziehst die alte Finne heraus und setzt die neue ein. Beim ersten Mal dauert es einen Moment, danach ist es eine Sache von Minuten.
Wie Größe und Form das Fahrverhalten verändern
Grundsätzlich gilt: Größere Finnen geben mehr Halt und laufen ruhiger geradeaus, kleinere lassen das Board leichter drehen und lösen früher aus. Eine stärker zurückgeneigte Finne zieht längere, gezogene Turns; eine steilere dreht enger. Und je flexibler das Material, desto weicher fühlt sich der Turn an — steife Carbonfinnen geben dafür mehr Rückmeldung und Druck.
Für den Anfang musst du dich damit nicht beschäftigen: Die Leihboards im Camp sind bereits sinnvoll bestückt. Interessant wird das Thema in dem Moment, in dem du deine ersten sauberen Turns fährst und merkst, dass das Board anders reagieren könnte, als du es gerade tut.
Geschrieben von The Surfer Surf Camps Team
Surf camp operators, Weligama, Sri Lanka
The team running three surf camps on Weligama Bay in southern Sri Lanka, in the water on this coast every day of the November-April season.
Bereit für die Welle?
Buche dein Surferlebnis bei The Surfer






